Markenschutz

In der heutigen Zeit, in der das Markenbewusstsein der Verbraucher stetig zunimmt, entwickelt sich die Marke zunehmend zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Marketing. Die Schaffung einer starken, unverwechselbaren Marke ist entscheidend, um sich von Ihren Konkurrenten abzuheben und das eigene Angebot zu monopolisieren. Um dies zu erreichen, ist der Markenschutz ein wesentliches Instrument. In diesem Artikel erhalten Sie daher einen umfassenden Überblick über den Markenschutz, von Definition und Beispielen über Ablauf, Voraussetzungen und Hindernisse der Markenanmeldung bis hin zu Kosten und Dauer des Markenschutzes. Erfahren Sie außerdem, wie Sie auf Markenschutzverletzungen reagieren, Ihre Rechte durchsetzen und so den Wert Ihrer Marke stärken können.

Das Wichtigste vorab kurz zusammengefasst

Zunächst: Was ist eine Marke?

Eine Marke ist ein Zeichen, das Waren und Dienstleistungen kennzeichnet und von denen anderer Unternehmen unterscheidet. Sie kann beispielsweise aus Wörtern, Zahlen, Bildern, Farben oder Klängen bestehen. Durch die Eintragung einer Marke erhält der Inhaber das exklusive Recht, diese für seine Waren und Dienstleistungen zu verwenden. Diese Rechte können verkauft, veräußert oder durch Lizenzen zur Nutzung überlassen werden.

Was versteht man unter Markenschutz?

Zunächst einmal wollen wir klären, was Markenschutz überhaupt bedeutet.

Was ist Markenschutz?

Markenschutz ist ein Rechtskonzept, bei dem durch eine offizielle Eintragung der Marke beim Patent- oder Markenamt dem Inhaber exklusive Rechte verliehen werden. Mit diesen kann er die Nutzung der Marke durch Dritte untersagen und im Falle einer unbefugten Nutzung Schadenersatzansprüche geltend machen. Als Marke geschützt werden können z.B. Buchstaben und Wörter, Zahlen, Farben, 3D-Formen und Hologramme, Multimediazeichen oder Klänge.


Die Anmeldung einer Marke zielt demnach darauf ab, unerwünschte Nachahmungen und unberechtigte Nutzung von Marken, Namen oder Erfindungen zu verhindern. Dies ist besonders wichtig, da ohne angemessenen Markenschutz ein Dritter die Marke zu seinem Vorteil registrieren und nutzen könnte. Der Markenschutz dient daher der Absicherung der eigenen Unternehmensidentität und innovativen Erfindungen.

Was schützt der Markenschutz?

Der Markenschutz schützt folgende Aspekte:

  • Exklusivität der Marke:
    Er gewährleistet, dass nur der Markeninhaber das Recht hat, die Marke für die Kennzeichnung seiner Waren oder Dienstleistungen zu verwenden. Dies beinhaltet die alleinige Nutzung des Markennamens, Logos und anderer markenspezifischer Merkmale.
  • Unterscheidungskraft:
    Markenschutz hilft dabei, ein Produkt oder eine Dienstleistung von denen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Dies ist wichtig für das Markenimage und hilft Verbrauchern, die gewünschten Produkte oder Dienstleistungen leicht zu identifizieren.
  • Markenschutz ermöglicht die Sicherung von Alleinstellungsmerkmalen.

    Verhinderung von Verwechslungen und Missbrauch:
    Durch den Markenschutz wird verhindert, dass andere Unternehmen ähnliche Marken verwenden, die Kunden verwirren oder die Reputation der Marke schädigen könnten.
  • Wirtschaftlicher Wert:
    Eine Marke kann einen erheblichen wirtschaftlichen Wert darstellen. Durch den Markenschutz wird dieser Wert geschützt und kann als Vermögenswert betrachtet werden, der verkauft, lizenziert oder als Sicherheit für Kredite verwendet werden kann.
  • Rechtliche Durchsetzbarkeit:
    Bei Verstößen gegen den Markenschutz, wie Markenfälschung oder unbefugte Nutzung, kann der Markeninhaber rechtliche Schritte einleiten. Dazu gehören Unterlassungsansprüche und Schadensersatzforderungen.
  • Langfristige Sicherheit:
    Da Marken unbegrenzt verlängerbar sind, bietet der Markenschutz eine langfristige Sicherheit für die Marke, solange die jeweiligen Gebühren gezahlt werden.

Zusammengefasst ermöglicht der Markenschutz Unternehmen, ihre Markenidentität zu sichern, ihre Investitionen in die Marke zu schützen und sich von Wettbewerbern abzuheben.

Markenschutz Definition

Markenschutz ist ein Rechtskonzept, das die exklusiven Rechte an einem Markenzeichen oder einer Marke sichert. Durch Markenschutz kann der Markeninhaber anderen die Verwendung der geschützten Marke ohne Erlaubnis untersagen, wodurch Identität und Wert der Marke bewahrt werden. Dieser Schutz wird in der Regel durch die Registrierung der Marke bei einem Patent- und Markenamt erreicht.

Markenschutz Beispiele – was kann geschützt werden?

Die gängigsten Arten von Marken sind Wort- und Bildmarken. Wortmarken bestehen aus Buchstaben oder Zahlen und können auch bekannte Markennamen wie Nike, Golf oder Nivea umfassen. Ebenso können Personennamen oder Werbeslogans, z.B. “Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso” als Wortmarken dienen. Bildmarken umfassen grafische Symbole oder Logos, beispielsweise den Mercedes-Stern oder den angebissenen Apfel von Apple. Wort- und Bildmarken können auch kombiniert werden, wie etwa das geschwungene “M” von McDonalds. 

Zusätzlich zu diesen traditionellen Markentypen sind auch akustische Signale, dreidimensionale Designs einschließlich der Form oder Verpackung von Produkten sowie Farben und Farbkombinationen als Marken schützbar.

Eine genaue Übersicht über Marken und deren Darstellung finden Sie beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), das die gewerblichen Schutzrechte des geistigen Eigentums in Deutschland regelt.

Wann sollte ein Unternehmer eine Marke eintragen lassen?

Wenn Elemente wie das Logo, die Firmenfarben oder der Name eines Konzepts zu einem Markenzeichen für die Qualität und das Ansehen eines Unternehmens werden, ist es für Unternehmer ratsam, sich mit dem Thema Markenschutz und der Anmeldung einer Marke auseinanderzusetzen. Bei der Entscheidung, ob eine Markenanmeldung sinnvoll ist, können folgende Überlegungen hilfreich sein:

 

  • Hat Ihr Unternehmen ein einprägsames Logo oder einen markanten Firmennamen, der sich als einzigartiges Merkmal in Ihrer Branche etablieren könnte?
  • Beabsichtigen Sie, Ihr Unternehmen über die regionale Ebene hinaus zu expandieren?
  • Haben Sie vor, in den Bereichen Lizenzierung und Franchising tätig zu werden?
  • Sind Produktname, Design, Logo und Farbwahl integraler Bestandteil Ihres Geschäftskonzepts und tragen wesentlich zu Ihrem einzigartigen Verkaufsargument (Unique Selling Proposition, USP) bei?

Vorteile einer Markenanmeldung: Konkurrenzschutz und alleiniges Vermarktungsrecht

Die Anmeldung und Eintragung einer Marke sichert den Schutz gegen Nachahmungen, indem sie dem Unternehmer die exklusive Nutzung seiner Marke ermöglicht. Dadurch ist es anderen rechtlich untersagt, die Marke für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Darüber hinaus eröffnet eine eingetragene Marke dem Inhaber die Möglichkeit, durch Lizenzierung oder Franchising Einnahmen zu generieren und im Fall einer Markenrechtsverletzung rechtlich dagegen vorzugehen. Markenschutz stellt somit ein wichtiges Instrument dar, um die Identität und den Wert seiner Marke zu bewahren.

Wann ist eine Marke geschützt? 

Eine Marke ist geschützt, sobald sie offiziell beim zuständigen Patent- und Markenamt angemeldet und eingetragen wurde. Die Eintragung bestätigt, dass die Marke die notwendigen Kriterien erfüllt – wie z.B. Unterscheidungskraft und keine Verwechslungsgefahr mit bereits bestehenden Marken. Der Schutz tritt mit der Eintragung in Kraft und gewährt dem Markeninhaber das exklusive Nutzungsrecht der Marke.

Info: Wer darf eine Marke anmelden?

Eine Marke kann von jeder natürlichen oder juristischen Person, wie Einzelunternehmern, Unternehmen, Organisationen oder Vereinigungen, angemeldet werden. Auch im Handelsregister eingetragene Personengesellschaften können eine Marke anmelden. Im Grunde genommen hat jede Partei, die ein kommerzielles Interesse verfolgt und markenfähige Produkte oder Dienstleistungen anbietet, das Recht, eine Marke anzumelden und dadurch rechtlichen Schutz zu erlangen.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich eine Marke schützen?

Um eine Marke schützen zu lassen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Wenn alle Kriterien erfüllt sind, steht dem Markenschutz nichts im Wege.

    Unterscheidungskraft:
    Der Name oder das Logo muss in der Lage sein, die Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens von denen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Dies bedeutet, dass generische oder rein beschreibende Begriffe in der Regel nicht schutzfähig sind.
  • Keine Irreführung:
    Die Marke darf nicht irreführend in Bezug auf die Art, Qualität oder geografische Herkunft der Waren oder Dienstleistungen sein.
  • Einzigartigkeit:
    Der Name oder das Logo darf nicht zu ähnlich oder identisch mit bereits bestehenden Marken sein, um Verwechslungen zu vermeiden.
  • Visualisierbarkeit:
    Die Marke muss in einer Weise dargestellt werden können, die es ermöglicht, sie eindeutig und klar zu identifizieren. Dies gilt sowohl für Namen (Wortmarken) als auch für Logos (Bildmarken).
  • Rechtliche Zulässigkeit:
    Der Name oder das Logo darf keine gesetzlichen Verbote verletzen, wie z.B. die Verwendung von Hoheitszeichen oder sittenwidrigen Inhalten.

Was ist nicht als Marke schutzfähig?

Nicht alle Zeichen können als Marke geschützt werden. Das DPMA prüft Markenanmeldungen auf sogenannte absolute Schutzhindernisse. Dazu zählt vor allem die fehlende Unterscheidungskraft, was bedeutet, dass das Zeichen nicht ausreichend einzigartig ist, um Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer zu unterscheiden und somit eine Verwechslungsgefahr vorliegt. Beispiele dafür sind allgemeine, beschreibende Begriffe wie z.B. “marktfrisch” für Lebensmittel, die lediglich Eigenschaften oder den Verwendungszweck beschreiben. 

 

Außerdem sind Zeichen, die für den allgemeinen Geschäftsverkehr zur Beschreibung von Produkten notwendig sind, von der Markenanmeldung ausgeschlossen. Dazu gehören gängige Abkürzungen und manchmal auch fremdsprachige Bezeichnungen. 

 

Gattungsbezeichnungen oder allgemein gebräuchliche Ausdrücke für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen sind ebenfalls nicht schutzfähig, es sei denn, sie haben sich durch ihre Benutzung in der Öffentlichkeit als Marke etabliert.

 

Es gibt jedoch Ausnahmen: In einigen Fällen kann ein Zeichen, das ursprünglich nicht schutzfähig war, durch kontinuierliche Nutzung und Akzeptanz in der Öffentlichkeit Markenschutz erlangen. Ein Beispiel dafür ist ein Werbeslogan, der erst nach einer erfolgreichen Kampagne als Marke eingetragen wurde.


Zusätzlich zu diesen Kriterien sind täuschende, ordnungs- oder sittenwidrige Zeichen, Hoheitszeichen, amtliche Prüfzeichen und Kennzeichen internationaler Organisationen generell von der Markenanmeldung ausgeschlossen.

Sie können sich über die spezifischen Kriterien, die bei Wort- und Bildmarken bezüglich ihrer Unterscheidungskraft gelten, in der gemeinsamen Mitteilung zur Unterscheidungskraft des DPMA informieren.

Bitte beachten Sie: Diese Übersicht bietet lediglich eine grundlegende Orientierung über die Kriterien, die bestimmen, ob eine Marke schutzfähig ist. Die tatsächliche Entscheidung darüber hängt jedoch von den spezifischen Umständen jedes einzelnen Falles ab, und es gibt eine umfangreiche, teils komplizierte Rechtsprechung dazu. Daher ist es ratsam, bei der Anmeldung einer Marke die Unterstützung von einem erfahrenen Anwalt für Markenschutz in Anspruch zu nehmen. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich! Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch.

Wann liegt Verwechslungsgefahr vor?

Marken dienen dazu, ein Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen von denen der Konkurrenz abzugrenzen und den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Daher können Marken nicht nur durch exakte Kopien, sondern auch durch ähnliche Zeichen verletzt werden, wenn dadurch Verwechslungen möglich sind. Es reicht bereits die Möglichkeit einer Verwechslung aus; tatsächliche Verwechslungen müssen nicht vorliegen.

Um eine Verwechslungsgefahr festzustellen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Gleichheit oder Ähnlichkeit der Zeichen:
    Das ältere und das neuere Zeichen (sei es ein Name oder ein Bildlogo) müssen entweder gleich oder einander ähnlich sein. Dabei spielen Aspekte wie Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen, Bindestriche oder Leerzeichen keine Rolle.
  • Gleichheit oder Ähnlichkeit der Produkte/Dienstleistungen:
    Beide Zeichen müssen für die gleichen oder ähnliche Produkte oder Dienstleistungen verwendet werden. Produkte oder Dienstleistungen gelten als ähnlich, wenn sie gleiche Zielgruppen ansprechen, von denselben Herstellern oder Anbietern stammen oder über ähnliche Vertriebswege vermarktet werden.
  • Daraus resultierende Verwechslungsgefahr:
    Die Identität oder Ähnlichkeit der Zeichen und der damit verbundenen Produkte oder Dienstleistungen kann dazu führen, dass sie in ihrem Gesamteindruck verwechselt werden.

Wie weit geht Markenschutz?

Der Markenschutz gewährt dem Inhaber das exklusive Recht, die Marke für die gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen zu verwenden. Dies umfasst das Verbot für Dritte, ohne Zustimmung des Markeninhabers identische oder verwechselbar ähnliche Zeichen für vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen zu nutzen. Der Schutz ist in der Regel territorial begrenzt auf das Land oder die Region, in der die Marke registriert ist. Der Markenschutz beinhaltet auch rechtliche Mittel zur Durchsetzung dieser Rechte, wie Ansprüche auf Unterlassung und Schadenersatz.

Kann man eine Marke europaweit oder international schützen?

Markenschutz ist nicht nur national, sondern auch auf europäischer und internationaler Ebene möglich.

Europaweiter Markenschutz

Für einen Schutz in der gesamten Europäischen Union gibt es die Unionsmarke. Diese wird beim Europäischen Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) registriert und gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten. Wichtig ist die gründliche Recherche nach bestehenden Marken- und Namensrechten in allen EU-Ländern. Da es bei möglichen Rechtskonflikten auf das jeweilige nationale Recht ankommt, wird eine rechtliche Beratung vor der Anmeldung empfohlen.

Internationaler Markenschutz

International erfolgt der Markenschutz über das sogenannte Madrid-System. Die meisten Industrienationen sind Teil entsprechender internationaler Abkommen. Die Anmeldung läuft über die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Genf. Obwohl die WIPO das Verfahren zentral verwaltet, erfolgt die eigentliche Eintragung der Marke durch die nationalen Ämter der einzelnen Länder.

Mit einem erfahrenen Anwalt für Markenschutz unterstützen wir von SKULD Sie gerne bei der Anmeldung Ihrer Marke, um diese auch außerhalb Deutschlands international zu schützen. Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Erstgespräch!

Wie funktioniert Markenschutz?

Markenschutz funktioniert folgendermaßen:

  • Anmeldung und Registrierung:
    Der erste Schritt zum Markenschutz ist die Anmeldung der Marke bei einem Patent- und Markenamt. Hierbei werden Details wie die Darstellung der Marke, die Waren oder Dienstleistungen, für die sie verwendet wird, angegeben.
  • Prüfung:
    Das Amt prüft die Anmeldung auf verschiedene Kriterien, wie Unterscheidungskraft und mögliche Konflikte mit bereits registrierten Marken. Es werden auch absolute Schutzhindernisse geprüft, wie öffentliche Ordnung und gute Sitten.
  • Eintragung:
    Wird die Marke als schutzfähig eingestuft, erfolgt die Eintragung in das Markenregister. Mit der Eintragung erhält der Markeninhaber das exklusive Nutzungsrecht.
  • Schutzdauer und Erneuerung:
    Markenschutz ist zeitlich begrenzt, oft für 10 Jahre, und kann durch Zahlung einer Gebühr erneuert werden. Dieser Prozess kann theoretisch unbegrenzt wiederholt werden, solange die Gebühren gezahlt werden.
  • Durchsetzung und Rechtsmittel:
    Der Markeninhaber hat das Recht, gegen unbefugte Nutzung seiner Marke vorzugehen. Dies kann Unterlassungsansprüche, Schadensersatzforderungen oder andere rechtliche Schritte umfassen.
  • Lizenzierung und Übertragung:
    Der Markeninhaber kann anderen Unternehmen oder Personen Lizenzen zur Nutzung der Marke erteilen oder die Markenrechte verkaufen.
  • Internationale Registrierung:
    Bei Bedarf kann eine Marke auch international registriert werden, was jedoch ein separates Verfahren erfordert.

Markenschutz beantragen – so geht die Markenanmeldung

Wollen Sie beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) Ihre Marke anmelden? Dann können Sie dies online (signaturfrei), elektronisch (signaturgebunden) oder in Papierform tun. 


Für die Markenanmeldung sind bestimmte Grundinformationen notwendig, darunter Angaben zur anmeldenden Person wie Namen und Adresse. Außerdem ist es erforderlich, ein Verzeichnis der Waren und/oder Dienstleistungen zu erstellen, um festzulegen, für welche Produkte die Marke genutzt und geschützt werden soll. Hierzu existiert ein international standardisiertes Klassifizierungssystem, die Nizza-Klassifikation, die alle denkbaren Produkte in 45 unterschiedliche Klassen einteilt. Auf europäischer und internationaler Ebene wird zusätzlich die „Einheitliche Klassifikationsdatenbank“ (eKDB) verwendet. Diese Datenbank ist umfassender und wird regelmäßig um neue Begriffe erweitert.

Markenanmeldung selbst durchführen oder einen Anwalt beauftragen?

Es ist durchaus möglich, dass ein Unternehmer die Markenanmeldung eigenständig erledigt. Allerdings besteht dabei das Risiko von Ablehnung oder Verzögerungen, wenn das Amt auf Probleme stößt, die der Unternehmer anschließend korrigieren muss. Die Beauftragung von einem Anwalt für Markenrecht ist daher von Vorteil. Dieser kennt die Tücken des Markenrechts, versteht die Prüfkriterien des Amtes und kann fundierte Einschätzungen zur Erfolgswahrscheinlichkeit einer Markenanmeldung geben.

Unser Rechtsanwalt für Markenschutz kennt sich bestens mit der Anmeldung einer Marke aus, sowohl national als auch international. Wir von SKULD sind für Sie da, um Ihre Marke exklusiv zu schützen und somit Ihren Unternehmenserfolg zu sichern. Melden Sie sich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch!

Wie viel kostet ein Markenschutz?

Die Markenschutzkosten variieren je nach Anzahl der Waren- oder Dienstleistungsklassen sowie der Art der Anmeldung beim DPMA:

  • Bei einer elektronischen Anmeldung beträgt die Gebühr 290 Euro für bis zu drei Klassen. 
  • Wird die Anmeldung in Papierform eingereicht, liegt die Gebühr bei 300 Euro. 
  • Für jede zusätzliche Klasse über die ersten drei hinaus wird ein Zuschlag von 100 Euro pro Klasse erhoben.

Eine detaillierte Übersicht über die Gebühren sowie ein Merkblatt zu den Kosten, das Sie als PDF herunterladen können, sind hier auf der Webseite des DPMA verfügbar.

Für einen europaweiten Markenschutz liegen die Anmeldekosten beim Europäischen Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) bei etwa 1.000 Euro für bis zu drei Nizza-Klassen. Die genauen Kosten für einen internationalen Markenschutz variieren je nach Anzahl und Gebühren der beteiligten Länder und können über den WIPO-Gebührenrechner ermittelt werden.

Wann endet Markenschutz?

Die Markenschutzdauer beginnt am Tag der Anmeldung und erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren, der nach dem Monat des Anmeldetags endet. Dieser Schutz kann durch die rechtzeitige Zahlung einer Verlängerungsgebühr immer wieder um jeweils weitere zehn Jahre verlängert werden und beläuft sich auf 750 Euro für bis zu drei Waren- oder Dienstleistungsklassen. Sollte keine Verlängerung der Schutzdauer gewünscht sein, kann der Markeninhaber auch einen (teilweisen) Verzicht auf die Marke erklären.

Der Markenschutz kann aber auch auf andere Weise enden. Dazu gehören die Löschung der Marke aufgrund eines Antrags Dritter, z.B. bei einer Verletzung älterer Rechte, festgestellter Nichtigkeit oder Nichtnutzung der Marke. Ebenso kann das Amt die Marke löschen, in der Regel ebenfalls aufgrund nachträglich festgestellter Nichtigkeit oder Nichtbenutzung. Außerdem hat der Markeninhaber die Möglichkeit, selbst einen Löschungsantrag für seine Marke zu stellen.

Ihre Marke wurde verletzt? Was tun?

Wurden Ihre Markenrechte verletzt, stehen Ihnen als Markeninhaber verschiedene Ansprüche zu:

  • Sie haben verschiedene Möglichkeiten ihr recht durchzusetzen. Hier sind ein paar Beispiele.

    Klage auf Unterlassung und Abmahnung:
    Sie können verlangen, die Nutzung der Marke einzustellen, insbesondere wenn die Gefahr besteht, dass diese Verletzung wiederholt wird. Dies geschieht üblicherweise durch eine schriftliche Abmahnung, in der der Verletzer aufgefordert wird, eine “strafbewehrte Unterlassungserklärung“ abzugeben. Zudem können Sie die Kosten, die durch die Abmahnung entstehen (wie Anwaltskosten), vom Verletzer einfordern.
  • Schadenersatzanspruch:
    Als Markeninhaber haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Da der tatsächliche Schaden oft schwierig zu quantifizieren ist, wird üblicherweise eine hypothetische Lizenzgebühr als Grundlage für den Schadensersatz herangezogen.
  • Anspruch auf Information und Auskunft:

Unter bestimmten Umständen ist der unrechtmäßige Nutzer der Marke verpflichtet, Informationen über die Herkunft und die Vertriebswege der rechtswidrig gekennzeichneten Produkte zu geben. Zusätzlich kann er dazu aufgefordert werden, die mit der Marke versehenen Produkte zu vernichten oder zurückzurufen.

Tipp: Anwaltliche Unterstützung bei Markenrechtsverletzungen

Die Inanspruchnahme von einem Anwalt für Markenschutz kann entscheidend sein, wenn es um die Handhabung von Markenrechtsverletzungen geht. Ein spezialisierter Markenschutz Anwalt bringt umfangreiches Wissen und Erfahrung mit, um effektiv auf Verletzungen des Markenrechts zu reagieren und die Interessen des Markeninhabers zu schützen. Dieser Anwalt kann nicht nur bei der Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen und Schadensersatzforderungen unterstützen, sondern auch bei der Formulierung und dem Versand von Abmahnungen sowie bei der Verhandlung von Vergleichen.


Darüber hinaus kann ein Rechtsanwalt für Markenschutz wertvolle Beratung bieten, um zukünftige Markenrechtsverletzungen zu vermeiden und die Markenrechte strategisch zu stärken. Mit seinem juristischen Fachwissen kann er komplexe Sachverhalte klären und den Markeninhaber durch den oft komplexen rechtlichen Prozess führen. Die Einschaltung eines spezialisierten Anwalts ist daher nicht nur vorteilhaft, sondern oft unerlässlich, um die Rechte und den Wert einer Marke effektiv zu schützen und durchzusetzen.

Fazit

Markenschutz ist eine komplexe Angelegenheit. Wir von SKULD sind eine spezialisierte Kanzlei mit Fokus auf Markenrecht. Wir konzentrieren uns darauf, v.a. E-Commerce-Unternehmen und Onlinehändler (insbesondere für Amazon FBA) bei der Anmeldung von Marken sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu unterstützen und die vielfältigen Vorteile einer Markenanmeldung nutzen. Wir stehen Ihnen selbstverständlich auch zur Seite, um Ihre Rechte zu verteidigen, wenn Ihr Markenschutz verletzt wurde. So gelingt es uns, den Wert Ihrer Marke im Online-Umfeld zu maximieren. Setzen Sie auf unsere Fachkenntnis, um Ihre Marke effektiv zu etablieren und zu schützen, und vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch!

Tomas Krause

Thomas Krause ist ein renommierter Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei SKULD. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Alexander-Universität in Würzburg absolvierte er sein Rechtsreferendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Nürnberg. Bevor er sich entschied, die Kanzlei SKULD mitzugründen, war er als Einzelanwalt im Bereich des Informationstechnologierechts aktiv und sammelte wertvolle Erfahrungen als angestellter Rechtsanwalt in einer großen Kanzlei. Seine herausragende Expertise wird durch seine Zertifizierung als externer Datenschutzbeauftragter (DSB-TÜV) und die Bezeichnung „Fachanwalt für Informationstechnologierecht“ unterstrichen. In seiner Freizeit schafft er sich mit dem Spielen seiner E-Gitarre einen musikalischen Ausgleich.